Rossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – 1.400 Jobs fallen weg
Rossmann zieht Pläne für Logistikzentrum in Lünen zurück
Der Drogeriemarktkette Rossmann hat seine Pläne zum Bau eines Logistikzentrums auf dem ehemaligen Steag-Industriegelände in Lünen zurückgezogen. Das Projekt hätte 1.400 Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen lobte zwar die professionelle Zusammenarbeit mit der Stadt, nannte aber die politische Debatte als Grund für seine Entscheidung.
Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg zeigte sich enttäuscht über die Nachricht. Sie betonte das Engagement der Stadt, das Steag-Gelände für wirtschaftliches Wachstum zu entwickeln. Gleichzeitig rief sie alle Ratsfraktionen dazu auf, die Bemühungen zur Ansiedlung neuer Unternehmen in der Region zu unterstützen.
Die Stadt steht weiterhin in engem Austausch mit den Grundstückseigentümern Hagedorn und Dietz AG, um eine Lösung zu finden. Der technische Beigeordnete Arnold Reeker bestätigte, dass die Entwicklung des Geländes fortgesetzt werde. Derzeit prüfen die Verantwortlichen die nächsten Schritte im Bebauungsplanverfahren mit dem Ziel, es bis Ende 2026 abzuschließen.
Mit dem Rückzug von Rossmann entfällt eine wichtige Investitionschance für die Stadt. Dennoch will Lünen die Pläne für das Steag-Areal weiterverfolgen. Im Fokus steht weiterhin die Sicherung zukünftiger Projekte, um die lokale Beschäftigung zu stärken.
