06 June 2026, 16:25

Remscheid erklärt der Poser-Szene mit Parkverbot den Kampf

Nach tödlichem Unfall: Remscheid will Show-Off-Szene in den Griff bekommen

Remscheid erklärt der Poser-Szene mit Parkverbot den Kampf

Remscheid will „Poser-Szene“ mit neuem Verbot von Parkplätzen verdrängen

Die Stadt Remscheid plant eine neue Verordnung, um Autofans das Treffen auf öffentlichen Parkplätzen zu untersagen. Mit einem Versammlungsverbot in diesen Bereichen soll vor allem die sogenannte Poser-Szene eingedämmt werden, die durch nächtliche Rücksichtslosigkeit auffällt. Bei Verstößen drohen bis zu 1.000 Euro Bußgeld.

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Besonders betroffen ist der Stadtteil Lennep, wo sich regelmäßig Gruppen mit bis zu 40 getunten Fahrzeugen versammeln. Anwohner klagen über laute Musik, quietschende Reifen und aufheulende Motoren bis tief in die Nacht. Das Ordnungsamt hat die Treffen dokumentiert und bestätigt die häufigen Störungen.

Die Stadt steht bereits mit Besitzern privater Parkplätze in Kontakt. Diese erhalten künftig einen direkten Polizeikontakt, um bei Bedarf eigene Platzverbote durchzusetzen. Stadträtin Barbara Reul-Nocke kündigte zudem weitere Maßnahmen an, etwa die Installation von Bodenschwellen und „liegenden Polizisten“ auf Straßen, die bei der Poser-Szene beliebt sind.

Es ist nicht der erste Versuch Remscheids, das Problem in den Griff zu bekommen: Ein ähnlicher Antrag war vor drei Jahren vom Rat abgelehnt worden. Nun soll der neue Plan am Donnerstag, dem 2. Oktober 2025, zur Abstimmung stehen.

Falls der Rat zustimmt, können Personen, die sich auf öffentlichen Parkplätzen unberechtigt aufhalten, bestraft werden. Die Regelung würde den Behörden mehr Befugnisse geben, um Zusammenkünfte aufzulösen und Lärmbelästigungen zu reduzieren. Private Platzbesitzer erhalten zudem künftig schneller polizeiliche Unterstützung, um eigene Verbote durchzusetzen.

Quelle