Polizei Paderborn stoppt Handy-Sünder: Aggressiver Fahrer greift Beamte an
Nancy NeuschäferPolizei Paderborn stoppt Handy-Sünder: Aggressiver Fahrer greift Beamte an
Paderborner Polizei kontrolliert Verkehr: Handynutzung am Steuer im Fokus
Die Polizei in Paderborn hat am Donnerstag (09.10.) Verkehrskontrollen durchgeführt, um gegen Ablenkung durch Handys im Straßenverkehr vorzugehen. Beamte stoppten mehrere Autofahrer und Radfahrer, die während der Fahrt ihre Geräte nutzten. Bei der Aktion wurde zudem ein junger Junge entdeckt, der illegal einen E-Scooter fuhr.
Bei den Kontrollen erwischten die Beamten elf Autofahrer und zwei Radfahrer dabei, wie sie ihr Handy während der Fahrt benutzten. Ein 38-jähriger Mann aus Paderborn wurde zunächst an der Paderwall angehalten, weil er sein Mobiltelefon in der Hand hielt. Später wurde derselbe Fahrer erneut auf der Kisau-Straße gesichtet – diesmal raste er aggressiv davon und hätte fast eine Frau mit einem Rollator erfasst.
Als die Polizei eingreifen wollte, leistete der Mann Widerstand, woraufhin es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, um ihn zu überwältigen, und zogen anschließend seinen Führerschein ein.
Die Kontrollen förderten zudem einen 13-jährigen Jungen zutage, der auf der Hatzfelder Straße in Schloß Neuhaus einen E-Scooter fuhr – obwohl er dafür noch zu jung ist. Insgesamt wurden 70 Ordnungswidrigkeiten registriert, es gab Bußgelder und Anzeigen.
Die Polizei wies auf die Gefahren der Handynutzung im Verkehr hin. Studien zeigen, dass ein Blick auf das Display von nur zwei Sekunden bei Tempo 50 bedeutet, fast 30 Meter „blind“ zu fahren. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist ebenso riskant wie Fahren mit 0,8 Promille Alkohol im Blut, während das Tippen von Nachrichten die Reaktionsfähigkeit stärker beeinträchtigt als 1,1 Promille.
Die Aktion unterstreicht das wachsende Problem der Ablenkung durch Smartphones im Straßenverkehr. Die Behörden warnen, dass Unaufmerksamkeit durch Handynutzung das Unfallrisiko deutlich erhöht. Wer gegen die Regeln verstößt, muss weiterhin mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen.






