Polizei Köln nimmt drei Männer wegen gefälschter Pässe und Betrugs fest
Franco GröttnerPolizei Köln nimmt drei Männer wegen gefälschter Pässe und Betrugs fest
Die Kölner Polizei hat drei Männer festgenommen, nachdem ein Zeuge gefälschte Pässe in Verbindung mit einer Deutschprüfung gemeldet hatte. Der Vorfall ereignete sich in einer Sprachschule im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld, wo die Beamten die Verdächtigen wegen Betrugs und Urkundenfälschung vorläufig festnahmen.
Bei weiteren Ermittlungen kam es in Hamburg zu einer zusätzlichen Festnahme: Ein 34-jähriger Mann ohne gültige Aufenthaltserlaubnis wurde in Gewahrsam genommen.
Ausgangspunkt des Falls war die Übergabe von drei Pässen – aus Guinea, Ghana und Togo – durch einen Zeugen an die Polizei. Jeder der Pässe enthielt gefälschte Personaldatenseiten. Die Beschuldigten sollen diese Dokumente genutzt haben, um unter falscher Identität an einer Deutschprüfung teilzunehmen.
Während der Prüfung in Köln nahmen die Beamten drei Männer im Alter von 54, 36 und 40 Jahren fest. Bei ihnen wurden deutsche Personalausweise gefunden, was den Verdacht auf Betrug erhärtete. Später stellte sich heraus, dass die Personalangaben in den Pässen zu drei anderen Männern passten – 44, 36 und 38 Jahre alt –, die nun ebenfalls ermittlungstechnisch überprüft werden.
Eine separate Durchsuchung in Hamburg führte zur Festnahme eines 34-Jährigen. Da er über keine legale Aufenthaltsgenehmigung verfügte, wurde er im Rahmen der laufenden Untersuchungen in Gewahrsam genommen.
Die Ermittlungen werden von der Sonderermittlungsgruppe KK 35 geleitet, die auf Dokumentenfälschung und damit zusammenhängende Straftaten spezialisiert ist.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, unter falscher Identität an Sprachprüfungen teilgenommen zu haben, um Zertifikate zu erlangen. Die Polizei prüft weiterhin die gefälschten Dokumente sowie die Beteiligung aller in den Pässen genannten Personen. Der Fall bleibt Gegenstand der aktiven Ermittlungen durch die KK 35.






