25 June 2026, 16:23

PKS 2024: Deutliche Unterschiede bei Tatverdächtigenbelastung nach Nationalitäten

Gewalttätige Migranten? Neue Statistiken spalten die Meinungen

PKS 2024: Deutliche Unterschiede bei Tatverdächtigenbelastung nach Nationalitäten

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 in Deutschland hat erhebliche Unterschiede bei den Tatverdächtigenbelastungszahlen (TVBZ) zwischen verschiedenen Nationalitäten offenbart. Besonders hoch fallen die Werte für Menschen afghanischer, syrischer, irakischer und marokkanischer Herkunft aus. Die TVBZ gibt das Verhältnis der ermittelten tatverdächtigen Einwohner zur Gesamtbevölkerung einer bestimmten Gruppe an.

Berechnet wird die TVBZ, indem die Zahl der tatverdächtigen Einwohner ab acht Jahren mit 100.000 multipliziert und durch die Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe geteilt wird. Dieser Indikator zeigt eine Überrepräsentation in verschiedenen Deliktbereichen auf, darunter Gewalttaten. Bei Gewaltdelikten insgesamt liegt die TVBZ für Marokkaner bei 1.885, für Syrer bei 1.740, für Afghanen bei 1.722 und für Iraker bei 1.606 – im Vergleich zu nur 163 bei deutschen Staatsbürgern.

Auch bei anderen schweren Straftaten wie Mord, Totschlag, Raub und schwerer Körperverletzung setzt sich dieser Trend fort. Iraner verzeichnen zudem eine hohe TVBZ von 83 in der Kategorie Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und schwere sexuelle Übergriffe. Die höchsten Belastungszahlen konzentrieren sich auf Jugendliche (14–18 Jahre) und junge Erwachsene (18–21 Jahre).

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Das Bundesinnenministerium betont, die absoluten Zahlen müssten im Kontext betrachtet werden. Viele Geflüchtete seien mehrfachen Risikofaktoren ausgesetzt, die ihre Anfälligkeit für Straftaten erhöhen könnten. Zudem weise das Ministerium darauf hin, dass saisonale Bevölkerungsbewegungen – etwa durch Saisonarbeiter oder Studierende – in der TVBZ nicht berücksichtigt würden.

Die Statistik unterstreicht anhaltende Disparitäten bei den Tatverdächtigenbelastungszahlen zwischen verschiedenen Nationalitäten. Das Innenministerium erkennt die Zahlen an, mahnt jedoch, die zugrundeliegenden sozialen und demografischen Faktoren zu berücksichtigen. Die Daten erfassen zudem keine vorübergehenden Bevölkerungsveränderungen, die die Ergebnisse beeinflussen könnten.

Quelle