PGS setzt auf Thyssenkrupp Nucera für grüne Stahlrevolution in Westaustralien
Nancy NeuschäferPGS setzt auf Thyssenkrupp Nucera für grüne Stahlrevolution in Westaustralien
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in Westaustralien ausgewählt. Das Vorhaben mit dem Namen Mid-West Green Iron zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlproduktion um 90 Prozent zu senken. Es handelt sich um einen bedeutenden Schritt des Unternehmens hin zu einer nachhaltigen Eisenherstellung.
PGS plant, für das Projekt eine eigene Elektrolyseuranlage zu errichten. Die Anlage wird standardisierte 20-MW-scalum®-Module von Thyssenkrupp Nucera nutzen und eine Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt erreichen. Damit soll die Produktion von grünem Wasserstoff für die Eisenverarbeitung ermöglicht werden.
Bis 2029 strebt das Unternehmen eine jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grünen Eisenerzpellets an. Die Hälfte dieser Menge soll zu 2,5 Millionen Tonnen grünem heißbrikettiertem Eisen (HBI) weiterverarbeitet werden. Die ersten Exporte vom Standort sind für dasselbe Jahr vorgesehen.
Langfristig will PGS die Anlage deutlich ausbauen. Das Ziel liegt bei einer jährlichen Herstellung von 30 Millionen Tonnen DR-tauglichen grünen Pellets und zehn Millionen Tonnen grünem HBI. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Planungsphase; eine finale Investitionsentscheidung steht noch aus.
Das Mid-West-Green-Iron-Projekt könnte die Stahlproduktion durch eine drastische Reduzierung der Emissionen revolutionieren. Sein Erfolg hängt von der endgültigen Investitionsentscheidung und der Fertigstellung der Elektrolyseuranlage ab. Bei einer Umsetzung würde es PGS als zentralen Akteur in den Bereichen grüner Eisen- und Wasserstofftechnologie positionieren.






