30 April 2026, 16:55

Osnabrücker Karneval setzt mit historischem Prinzenpaar auf Vielfalt und Tradition

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei der Pride Parade 2018 mit einer Regenbogenflagge und Musikinstrumenten, einige tragen Mützen, vor einem Hintergrund aus Laternenmasten, Bäumen, Hütten und einem bewölkten Himmel.

Osnabrücker Karneval setzt mit historischem Prinzenpaar auf Vielfalt und Tradition

Osnabrücker Karneval feiert in diesem Jahr ein historisches Prinzenpaar

In diesem Jahr wird der Osnabrücker Karneval von einem ungewöhnlichen royalen Duo angeführt: Zum ersten Mal übernehmen zwei Prinzen gemeinsam die Regentschaft über die Feierlichkeiten. Einer von ihnen markiert zudem einen weiteren Meilenstein – als erster im Ausland geborener Prinz der Stadt.

Das Osnabrücker Karnevalskomitee hat Prinz Yut I. und einen weiteren Prinzen als Herrscher über das diesjährige Treiben ausgewählt. Noch nie zuvor hatte das Komitee zwei Prinzen gleichzeitig berufen. Ihre Wahl folgt damit der langjährigen Tradition des Karnevals, spielerisch ein "königliches" Paar zu küren – diesmal jedoch in doppelter Besetzung.

Prinz Yut I. wurde in Thailand geboren und besitzt einen ausländischen Pass – ein Novum in der Geschichte des Osnabrücker Karnevals. Das Motto des Komitees, "Kreuz und queer – bunt, das sind wir", unterstreicht den inklusiven Geist der Feiern. Lokale Vertreter begrüßen die Entscheidung als frischen und bedeutungsvollen Schritt.

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter lobte das Duo als Zeichen der Offenheit. Sie beschrieb die beiden als Symbole für Freude und die Freiheit, man selbst sein zu dürfen. Ihre Regentschaft beginnt mit dem Start des Karnevals in den kommenden Wochen.

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Die beiden Prinzen werden die Feierlichkeiten unter einem Motto anführen, das Vielfalt zelebriert. Ihre Berufung bricht dabei gleich in mehrfacher Hinsicht mit der Tradition: Nicht nur gibt es erstmals ein Doppelprinzenpaar, sondern auch Osnabrücks ersten Prinzen mit ausländischen Wurzeln.

Quelle