08 May 2026, 16:25

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen – ein historischer Schritt?

Schwangeres Paar, das Hand in Hand vor einem Wald steht und seinen Babybauch streichelt.

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen – ein historischer Schritt?

Nordrhein-Westfalen treibt gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen voran

Die Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative gestartet, die auf einer Machbarkeitsstudie und einem breiten Bündnis basiert. Derzeit bringen in Deutschland jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte.

Die Kampagne gewann an Fahrt, nachdem die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) konkrete Vorschläge vorlegte. Diese wurden auf Basis einer landesfinanzierten Machbarkeitsstudie erarbeitet, deren zentrale Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen.

Kernstück des Plans ist eine einmalige Pauschalzahlung als Lohnersatzleistung. Diese soll den Mutterschutzzeitraum abdecken und selbstständigen Schwangeren finanzielle Sicherheit bieten. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe.

Um die Initiative voranzubringen, veranstaltete das Wirtschaftsministerium kürzlich in Berlin ein Fachgespräch. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten über praktische Umsetzungsmöglichkeiten der neuen Schutzmaßnahmen.

Die Vorschläge zielen darauf ab, eine langjährige Lücke in der Unterstützung selbstständiger Frauen zu schließen. Bei Annahme würden die Regelungen tausenden Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen finanzielle Sicherheit während der Schutzfrist nach der Geburt garantieren. Der nächste Schritt ist die Präsentation der Machbarkeitsstudie im kommenden Monat.

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