NGG fordert 6 Prozent mehr Lohn für Gastronomie-Mitarbeiter im Rhein-Kreis Neuss
Franco GröttnerNGG fordert 6 Prozent mehr Lohn für Gastronomie-Mitarbeiter im Rhein-Kreis Neuss
NGG in Krefeld-Neuss fordert 6 Prozent mehr Lohn für Gastgewerbe-Beschäftigte
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Krefeld-Neuss verlangt eine Lohnerhöhung von 6 Prozent für alle Beschäftigten im Gastgewerbe im Rhein-Kreis Neuss. Gleichzeitig warnt sie Arbeitgeber davor, Mitarbeiter mit zusätzlichen Schichten während der Fußball-Weltmeisterschaft zu überlasten. Die Tarifverhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sollen kurz nach Turnierbeginn starten.
Die NGG setzt sich für eine 6-prozentige Lohnerhöhung für Köche, Servicekräfte und weitere Angestellte in der Gastronomie ein. Für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft wie einen ausgebildeten Koch oder Kellner würde dies mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten.
Die Gewerkschaft warnt DEHOGA zudem davor, die WM zu einer „Überstunden-Weltmeisterschaft“ werden zu lassen. Jede zusätzliche Arbeitsstunde müsse bezahlt werden, betont die NGG. Statt auf endlose Überstunden zu setzen, sollten Arbeitgeber in Stoßzeiten während der Spiele zusätzliches Personal einstellen.
Flexiblere Arbeitszeitmodelle seien ebenfalls dringend nötig, so die Gewerkschaft. Restaurants müssten Rücksicht auf Beschäftigte mit Kindern oder Pflegeverantwortung nehmen. Wer alle Mitarbeiter pauschal zu Zusatzschichten verpflichte, riskiere Demotivation im Team, warnt die NGG. Ohne motivierte Belegschaft leide letztlich die Servicequalität in der Gastronomie.
Die Verhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) beginnen in Nordrhein-Westfalen in der Woche nach dem WM-Auftaktspiel. Die NGG pocht auf faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen während des Turniers. Arbeitgeber sollten ihre Teams nicht überlasten und private Verpflichtungen der Beschäftigten respektieren. Die Forderungen der Gewerkschaft werden in den anstehenden Gesprächen mit DEHOGA offiziell vorgelegt.






