Münster kämpft mit Vonovia und Vivawest gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit
Nancy NeuschäferMünster kämpft mit Vonovia und Vivawest gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit
Die Stadt Münster hat ihre Zusammenarbeit mit den Wohnungsunternehmen Vonovia und Vivawest intensiviert, um der Obdachlosigkeit entgegenzuwirken. Gemeinsam stellen sie nun leerstehende Wohnungen für Mieter bereit, die von Wohnungsverlust bedroht sind. Das Programm zielt darauf ab, stabilen Wohnraum zu schaffen, bevor sich Krisen zu Notfällen zuspitzen.
Seit 2020 hat das Münsteraner Amt für Wohnungsnotfallhilfe im Rahmen der Initiative „Endlich ein Zuhause!“ bereits 643 Haushalten geholfen, die Obdachlosigkeit abzuwenden. Der Schwerpunkt liegt auf frühzeitiger Intervention – eine Maßnahme, die für die Stadt deutlich kostengünstiger ist als die Unterbringung in Notunterkünften oder Hotels.
Seit 2023 halten Vonovia und Vivawest neun Wohnungen für dieses Vorhaben bereit. Die Apartments entsprechen den Standards des sozialen Wohnungsbaus, mit bezahlbaren Mieten und Heizkosten. Ein Team der Stadt prüft die individuelle Situation der Antragstellenden, um sicherzustellen, dass sie als geeignete Mieter infrage kommen.
Die Kooperation erleichtert zudem den bürokratischen Aufwand für gefährdete Haushalte. Vermieter schätzen die Unterstützung der Stadt bei der Bewältigung von Formalitäten und der Begleitung in schwierigen Mietverhältnissen. Kostenlose Beratungen stehen allen offen, die von Räumungsklagen oder Wohnungsinstabilität betroffen sind – insbesondere Menschen mit gesundheitlichen Risikofaktoren.
Durch die ausgeweitete Partnerschaft erhalten gefährdete Personen einen direkten Zugang zu stabilen Wohnverhältnissen. Indem die Stadt Obdachlosigkeit präventiv bekämpft, senkt sie langfristige Kosten und hilft Bürgerinnen und Bürgern, dauerhaft Fuß zu fassen. Vonovia und Vivawest halten weiterhin Wohnungen für akute Notfälle bereit.






