Mönchengladbachs Wirtschaft boomt 2025 mit Rekordjobs und weniger Pleiten
Nancy NeuschäferMönchengladbachs Wirtschaft boomt 2025 mit Rekordjobs und weniger Pleiten
Mönchengladbachs Wirtschaft verzeichnete 2025 kräftiges Wachstum – mit Rekordbeschäftigung und einem Rückgang der Unternehmensinsolvenzen. Der lokale Arbeitsmarkt erreichte einen historischen Höchststand, während die heimische Industrie die regionalen Trends übertraf. Gleichzeitig meldete die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mönchengladbach (WFMG) solide Finanzzahlen und bedeutende Investitionserfolge.
Mitte 2025 verzeichnete Mönchengladbach die höchste Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in seiner Geschichte: 105.796 Arbeitsplätze. Besonders der Gesundheits- und Sozialsektor trieb dieses Wachstum voran und schuf 394 neue Stellen, sodass die Gesamtzahl auf 21.204 stieg.
Auch die lokale Industrie entwickelte sich positiv: Die Umsätze stiegen 2025 um 2,9 Prozent. Dies stand im deutlichen Kontrast zum umliegenden IHK-Bezirk, der ein Minus von 2,9 Prozent verzeichnete, sowie zu Nordrhein-Westfalen (NRW), wo die Umsätze um 2,5 Prozent sanken. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Stadt ging um 7,5 Prozent zurück – ein Gegentrend zum NRW-weiten Anstieg um 13,6 Prozent.
Die WFMG spielte eine zentrale Rolle bei diesem wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahresbericht 2025 hob die Gesellschaft 21 Neuansiedlungen von Unternehmen, 11 Gründungen, 14 Erweiterungen und 6 Unternehmensstabilisierungen hervor, durch die 546 Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen wurden. Elf Projekte im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms (RWP) zogen Investitionen in Höhe von 10,9 Millionen Euro an, darunter 3,5 Millionen Euro öffentliche Fördermittel.
Darüber hinaus vermittelte die WFMG den Verkauf von 6.150 Quadratmetern Fläche im Northpark Business Park und vermarktete 5.438 Quadratmeter Gewerbefläche im Industriegebiet Käthe-Höffkes-Straße. Weitere 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche wurden verkauft, wodurch die Gesamterlöse die Marke von 2,7 Millionen Euro überstiegen.
Dr. Ulrich Schückhaus, langjähriger Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender der WFMG, präsentierte diese Ergebnisse gemeinsam mit weiteren Direktoren. Sein Ruhestand ist für den 30. Juni 2026 geplant – nach 27 Jahren im Dienst der Organisation.
Die Zahlen für 2025 bestätigen die wirtschaftliche Resilienz Mönchengladbachs: steigende Beschäftigung, weniger Insolvenzen und eine starke Industrieleistung. Die Aktivitäten der WFMG in den Bereichen Unternehmensförderung und Flächenvermarktung leisteten hierzu einen erheblichen Beitrag. Der anstehende Führungswechsel fällt in eine Phase bemerkenswerter finanzieller und operativer Erfolge der Gesellschaft.






