Mönchengladbachs Energieausgaben explodieren – doch Schulen sind die größten Stromfresser
Trudel EimerMönchengladbachs Energieausgaben explodieren – doch Schulen sind die größten Stromfresser
Energieausgaben für städtische Gebäude in Mönchengladbach steigen 2024 stark an
Die Energieausgaben Mönchengladbachs für kommunale Gebäude sind 2024 drastisch gestiegen und erreichten 10,7 Millionen Euro – ein Anstieg von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Bemühungen um mehr Effizienz blieb der CO₂-Fußabdruck der Stadt nahezu unverändert: Die Emissionen lagen stabil bei 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Nun werden neue Pläne umgesetzt, um den Verbrauch in den nächsten vier Jahren zu senken und die Infrastruktur zu modernisieren.
Der Strom- und Erdgasverbrauch in den städtischen Liegenschaften zeigte 2023 gemischte Trends. Während der Strombedarf mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) nahezu konstant blieb, hielt sich auch der Erdgasverbrauch bei 50,4 Millionen kWh. Allerdings stieg der Heizölverbrauch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh – was die Gesamtenergiekosten weiter in die Höhe trieb.
Schulen als größte Energiefresser Mit 49 Prozent des gesamten Stromverbrauchs und 62,5 Prozent des Erdgasbedarfs in kommunalen Gebäuden waren Schulen die größten Energieverbraucher. Die Stadt investierte rund 850.000 Euro in die Modernisierung von Beleuchtungssystemen, wobei die Hälfte der Kosten durch Bundesfördermittel gedeckt wurde.
Konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung bis 2028 Für die Jahre 2026 bis 2028 haben die Verantwortlichen konkrete Schritte zur Reduzierung von Energieverschwendung festgelegt. Dazu gehören die Sanierung von Heizungsanlagen, Gebäudesanierungen und die Installation von Solaranlagen. Ein zentrales Projekt ist die Ausstattung von 15 kommunalen Gebäuden mit Photovoltaikanlagen im Rahmen der Initiative Gigawattpakt. Nach Fertigstellung sollen diese Anlagen bis zu eine Million kWh Strom für den direkten Eigenverbrauch erzeugen.
Auch digitale Aufrüstungen laufen bereits. Alte Stromzähler werden durch intelligente Systeme ersetzt, während Wasser- und Wärmezähler in eine zentrale Datenplattform eingebunden werden. Das kommunale Gebäudemanagement (gmmg) hat seit 2022 seine Energiemonitoring- und Automatisierungsfähigkeiten ausgebaut – eine wichtige Grundlage für eine bessere Effizienzkontrolle.
Fazit: Hohe Kosten, aber langfristige Lösungen in Sicht Obwohl die Energieausgaben 2024 stark stiegen, blieben die Emissionen unverändert. Geplante Projekte wie Solaranlagen und digitale Zähler sollen jedoch langfristig sowohl die Kosten als auch den CO₂-Ausstoß senken. Die Stadt wird die Fortschritte weiter überwachen, während die neuen Systeme in den kommenden Jahren schrittweise eingeführt werden.






