19 March 2026, 12:34

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für christlich-jüdischen Dialog

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für christlich-jüdischen Dialog

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit dem Vorstand des Vereins, bei dem sie ihre Verpflichtung betonte, das jüdische Erbe der Stadt zu bewahren.

Bei derselben Zusammenkunft stellte die Gesellschaft ihre neueste Veröffentlichung vor: die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens", die sich mit den wenigen verbleibenden Zeugnissen der jüdischen Vergangenheit Moers' auseinandersetzt.

An dem Treffen nahmen zentrale Persönlichkeiten des Vereins teil, darunter der evangelische Vorsitzende Martin Behnisch-Wittig. Er beschrieb das organische Wachstum der Initiative aus der Gemeinschaft heraus und hob ihre einzigartige Rolle bei der Förderung des interreligiösen Dialogs hervor. Zudem wurden frühere Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille, wie Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, für ihr Engagement in den christlich-jüdischen Beziehungen in Moers gewürdigt.

Bürgermeisterin Zupancic unterstrich die Bedeutung, die jüdische Geschichte zu bewahren und sich aktiv gegen Antisemitismus einzusetzen. Sie verwies auf die laufende Arbeit der Gesellschaft, insbesondere auf die Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen, um jüngere Generationen einzubinden. Die neue Broschüre ist für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich und bietet einen Einblick in die frühe jüdische Gemeinschaft – auch wenn detaillierte Informationen über ihr soziales und kulturelles Wirken vor 1933 nur spärlich überliefert sind.

Die überregionalen Verbindungen der Gesellschaft spielten eine entscheidende Rolle dabei, dass die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille an die Stadt verliehen wurde. Diese Auszeichnung unterstreicht das Engagement Moers' für interreligiöses Verständnis und die Bewahrung historischer Erinnerung.

Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" schafft eine greifbare Verbindung zur jüdischen Geschichte der Stadt. Mit der Unterstützung von Bürgermeisterin Zupancic strebt die Gesellschaft an, ihre Bildungsarbeit auszubauen und die Bindungen zur breiten Öffentlichkeit zu stärken. Die Initiative steht für ein umfassenderes Bestreben, das Gedenken an das jüdische Leben in der Region wachzuhalten.

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