07 April 2026, 04:29

Meerbusch glänzt als Top-Wirtschaftsstandort – doch Digitalisierung hinkt hinterher

Kreisförmige Abbildung mit dem Titel 'Wirtschaftszensus: Die Grundlage für die Messung der Geschäftstätigkeit in der US-Wirtschaft', mit beschrifteten Abschnitten, die wichtige Wirtschaftsmetriken und ihre Bedeutung für die Messung der Geschäftstätigkeit in den USA hervorheben.

Meerbusch glänzt als Top-Wirtschaftsstandort – doch Digitalisierung hinkt hinterher

Meerbusch erneut als starker Wirtschaftsstandort ausgezeichnet

In einer aktuellen Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein wurde Meerbusch erneut als attraktiver Wirtschaftsstandort bestätigt. Der alle fünf Jahre veröffentlichte Bericht hebt die wirtschaftlichen Stärken der Stadt hervor, zeigt aber auch Entwicklungsbedarf auf.

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An der jüngsten IHK-Umfrage beteiligten sich rund 130 lokale Unternehmen mit etwa 3.100 Beschäftigten. Sie bewerteten das wirtschaftliche Umfeld in Meerbusch im Durchschnitt mit der Note 2,41 – was in etwa einer "B-minus"-Bewertung entspricht. Besonders gut schnitt die Stadt in der Kategorie "Erreichbarkeit" ab und erreichte hier mit 1,98 fast die Bestnote.

Die Wirtschaft in Meerbusch wächst kräftig: Im Juni 2024 waren 14.093 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gemeldet – ein Anstieg von 52,4 Prozent seit 1999. Auch die Einzelhandelskaufkraft liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, während die Arbeitslosenquote mit 5,3 Prozent sowohl unter dem Landes- als auch dem Kreisdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen bleibt.

Die IHK empfiehlt, zwei zentrale Projekte zu beschleunigen: die Erweiterung des Gewerbegebiets Strümper Feld sowie den Ausbau der Kreisstraße 9n. Unternehmen fordern zudem eine schnellere Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Bürgermeister Christian Bommers begrüßte die Ergebnisse und räumte ein, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur verbessert werden müsse.

Der IHK-Bericht bestätigt Meerbuschs Position als wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort mit guter Erreichbarkeit und niedriger Arbeitslosigkeit. Nun gilt es, die Verzögerungen bei der Digitalisierung zu überwinden und die geplanten Infrastrukturvorhaben voranzutreiben, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu sichern.

Quelle