Martinsumzüge in Süchteln gerettet: Kompromiss sichert Tradition und Sicherheit
Franco GröttnerMartinsumzüge in Süchteln gerettet: Kompromiss sichert Tradition und Sicherheit
Die Martinsumzüge in Süchteln finden in diesem Jahr wie geplant statt – nach Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und rechtlicher Vorgaben. Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr haben nun eine Vereinbarung getroffen, um die Veranstaltungen zu unterstützen. Bürgermeisterin Sabine Anemüller wies Vorwürfe zurück, die Behörden hätten die Tradition jemals gefährdet.
Die Diskussion war entbrannt, als Fragen zur Rolle der Feuerwehr bei den Umzügen aufkamen. Rechtlich sind Feuerwehrleute nicht verpflichtet, solche Veranstaltungen zu begleiten, da ihre Hauptaufgabe im Brandschutz und nicht in der Verkehrs- oder Personensicherung liegt. Diese Verantwortung obliegt stattdessen der Polizei und dem Ordnungsamt.
Die St.-Martins-Vereine müssen nun spezifische Auflagen erfüllen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehören ausreichend Helfer in Warnwesten und eine angemessene Beleuchtung. Feuerwehrleute dürfen zwar weiterhin in Uniform an den Umzügen teilnehmen, jedoch als Privatpersonen und nicht im Rahmen offizieller Sicherheitsmaßnahmen.
Die Stadt bietet den Vereinen bei Bedarf zusätzliche Unterstützung an. Der Kompromiss sorgt dafür, dass die Umzüge den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, ohne die Tradition für die Gemeinschaft zu gefährden.
Die neue Regelung klärt die Zuständigkeiten, setzt den Fokus auf Sicherheit und verhindert gleichzeitig eine Absage der Veranstaltungen. Die Feuerwehr wird als Teilnehmer – nicht als Teil des offiziellen Sicherheitskonzepts – dabei sein. Mit polizeilicher Aufsicht und städtischer Rückendeckung können die Umzüge wie geplant stattfinden.






