Marl gedenkt am Volkstrauertag mit Kranzniederlegungen und Jugendbeiträgen
Irmhild PutzMarl gedenkt am Volkstrauertag mit Kranzniederlegungen und Jugendbeiträgen
Marl gedenkt in diesem Jahr am Volkstrauertag, Sonntag, dem 16. November, unter dem Motto "Erinnern heißt Verantwortung übernehmen". Die Stadt hat eine Reihe von Veranstaltungen organisiert, darunter Kranzniederlegungen und eine zentrale Gedenkfeier. Lokale Amtsträger und Jugendgruppen werden an den Ehrungen teilnehmen.
Die Hauptveranstaltung findet um 14 Uhr auf dem Creiler Platz statt, wo Bürgermeister Thomas Terhorst und Benedikt Stelthove Reden halten und einen Kranz niederlegen werden. Weitere Kranzniederlegungen sind in Marl für Samstagabend und über den gesamten Sonntag verteilt geplant.
Die Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck wird von ihrem jüngsten Besuch im Außenlager Hersbruck, einer ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagerstätte, berichten. Ihr Beitrag ist Teil des Gedenkprogramms.
Marl setzt seit Langem auf Erinnerungskultur durch verschiedene Initiativen. Seit 2008 werden in der Stadt Stolpersteine verlegt, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern – jedes Jahr kommen neue hinzu. Jährliche Gedenkveranstaltungen finden auf dem Jüdischen Friedhof und am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus statt. 2020 eröffnete das Dokumentationszentrum "Ort der Information Marl", um die lokale Geschichte zu bewahren, während Schulen an Projekten wie "Schule schreibt Geschichte" mitwirken. Die Kampagne "Erinnerungskultur Marl" im Jahr 2023 stärkte das öffentliche Bewusstsein für die Verantwortung des Gedenkens weiter.
Der diesjährige Volkstrauertag führt Marls Tradition fort, den Opfern zu gedenken und historisches Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Die Veranstaltungen – von Reden bis hin zu Jugendbeiträgen – unterstreichen das Engagement der Stadt für Bildung und Erinnerung. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über das gesamte Wochenende, wobei die zentrale Kundgebung auf dem Creiler Platz den Höhepunkt bildet.






