30 May 2026, 12:26

Klimaaktivisten legen Ruhrgebiet lahm – Proteste gegen fossile Energie und Rüstung

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Klimaaktivisten legen Ruhrgebiet lahm – Proteste gegen fossile Energie und Rüstung

Rund 1.500 Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten haben am Freitag in der gesamten Ruhrregion an Protesten teilgenommen. Die von dem antikapitalistischen Bündnis Ende Gelände organisierten Kundgebungen richteten sich gegen fossile Infrastruktur und Industrieanlagen mit Verbindungen zur Rüstungsproduktion.

In Gelsenkirchen blockierten Demonstrantinnen und Demonstranten das Kraftwerk Scholven, das den Bau einer weiteren Gaseinheit plant. Die Aktivistinnen und Aktivisten kritisierten die Anlage scharf, da sie Kohle durch Gas ersetze – eine weitere schädliche Energiequelle. Einige montierten sogar Solarpaneele auf dem Geländes des Kraftwerks, um für erneuerbare Alternativen zu werben.

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An anderer Stelle besetzten Protestierende in Mülheim an der Ruhr Gleisanlagen des Unternehmens Europipe. Zudem behinderten sie den Schichtwechsel im Stahlwerk Friedrich Wilhelms Hütte, das Panzerstahl produziert. Tomke Jansen von Ende Gelände warf dem Unternehmen vor, die Herstellung von Waffen priorisiert zu haben – auf Kosten von Komponenten für Windkraftanlagen.

In Mülheim verteilten Aktivistinnen und Aktivisten unter dem Motto „Waffeln statt Waffen“ Gebäck an Arbeiterinnen und Arbeiter. Unterdessen kesselten Polizisten in Hamm eine Gruppe von Demonstrantinnen und Demonstranten unter einer Brücke ein, weil diese gegen die Maskenpflicht verstoßen hatten. Ein weiterer Demonstrationszug zog mit einem Transparent in Richtung Hauptbahnhof, auf dem „Energiekonzerne enteignen“ zu lesen war.

Fran Leitner, Sprecherin von Ende Gelände, verurteilte die anhaltende Abhängigkeit von fossilem Gas. Die Gruppe setzt sich seit Langem gegen neue Gasprojekte ein und argumentiert, dass diese die Klimakrise verschärfen.

Die Proteste umfassten abgestimmte Aktionen an mehreren Standorten – von Kraftwerken bis zu Stahlfabriken. Während die Polizei in Hamm eingriff, konzentrierten sich Aktivistinnen und Aktivisten an anderen Orten auf friedliche Störungen. Die Demonstrationen sollten den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und die Verflechtung der Industrie mit fossilen Brennstoffen und Rüstungsgütern infrage stellen.

Quelle