Hunderte protestieren in Nörvenich gegen deutsche Atomwaffen-Übung der NATO
Franco GröttnerHunderte protestieren in Nörvenich gegen deutsche Atomwaffen-Übung der NATO
Rund 150 Menschen versammelten sich heute in Nörvenich bei Düren, um gegen Deutschlands Rolle bei einer NATO-Atomwaffenübung zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen die deutsche „Nukleare Teilhabe“, die nach Ansicht der Demonstranten gegen internationales Recht verstößt. „Nein zu Atomwaffen!“ skandierte die Menge und forderte die Entfernung aller solchen Waffen von deutschem Boden.
Die Protestaktion wurde von über 30 Friedensgruppen organisiert, die sich in ihrer Ablehnung der bevorstehenden NATO-Übung einig sind. Deutsche Tornado- und Eurofighter-Kampfjets, die in Nörvenich stationiert sind, sollen an dem Manöver in der nächsten Woche teilnehmen. Die Demonstranten argumentierten, dass die Übung, an der nuklearfähige Flugzeuge beteiligt sind, globale Abrüstungsbemühungen untergräbt.
Während der Kundgebung wiesen Redner auf das umstrittene deutsche Atomwaffen-Teilstreitkräfteabkommen mit den USA hin. Sie forderten den sofortigen Abzug aller in Deutschland gelagerten Atomwaffen. Die Organisatoren verwiesen zudem auf den jüngsten Nahost-Friedensplan zwischen Israel und den Palästinensern und lobten ihn als Schritt zur Konfliktlösung.
Auf dem Stützpunkt in Nörvenich sind Flugzeuge stationiert, die im Rahmen des NATO-Programms zur nuklearen Teilhabe Atomwaffen tragen können. Die Protestierenden betonten, dass Deutschlands Beteiligung an solchen Übungen weltweite Bemühungen zur Reduzierung der nuklearen Bedrohung konterkariert.
Die Demonstration endete mit erneuten Forderungen an Deutschland, sich aus der nuklearen Teilhabe zurückzuziehen. Im Mittelpunkt der Proteste steht die vollständige Ächtung von Atomwaffen im Land. Die NATO-Übung nächste Woche wird wie geplant stattfinden – mit Beteiligung der Maschinen aus Nörvenich.






