Hellweg beantragt Eigenverwaltung – Baumarktkette kämpft um Überleben
Nancy NeuschäferHellweg beantragt Eigenverwaltung – Baumarktkette kämpft um Überleben
Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat Eigenverwaltung beantragt. Als Hauptgründe für diesen Schritt nannte das Unternehmen finanzielle Belastungen und den Entzug der Warenkreditversicherung. Inzwischen haben Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen.
Den Insolvenzantrag reichte Hellweg beim Amtsgericht Essen ein. Die Entscheidung folgte auf den Wegfall der Warenkreditversicherung, der das Unternehmen zum Handeln zwang. Die Kette hatte bereits seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen.
2023 verzeichnete Hellweg bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro. Auch die gesamte deutsche Baumarktbranche steht unter Druck: Die Branchenumsätze sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Jahr 2025. Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation verschärfen die Krise.
Von der Insolvenz sind 2.900 Mitarbeiter bundesweit betroffen. Sie erhalten für die Dauer von drei Monaten Insolvenzgeld, während das Verfahren läuft. Das Unternehmen steht nun unter der Leitung von Sanierungsspezialisten. Die Beschäftigten werden während des Insolvenzverfahrens vorübergehend finanziell abgesichert. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten auf dem deutschen Baumarkt.






