Handgreiflichkeiten nach Diebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof eskalieren
Franco GröttnerHandgreiflichkeiten nach Diebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof eskalieren
Diebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof führt zu Handgreiflichkeiten und Polizeieinsatz
Am Dienstagmorgen kam es am Bielefelder Hauptbahnhof nach einem Diebstahl zu einer Auseinandersetzung, die ein Eingreifen der Bundespolizei erforderlich machte. Ein 23-jähriger Deutscher hatte einem Reisenden einen Koffer entwendet und anschließend am Bahnhof Kleidungsstücke daraus entnommen.
Der Vorfall eskalierte, als das 27-jährige marokkanische Opfer den Diebstahl bemerkte. Gemeinsam mit einem 25-jährigen marokkanischen Zeugen stellte er den Verdächtigen zur Rede. Kurze Zeit später trafen Bundespolizisten ein und trennten die Beteiligten.
Der gestohlene Koffer wurde später an seinen Besitzer zurückgegeben. Die Behörden leiteten jedoch gegen sowohl das Opfer als auch den Zeugen Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts in Deutschland ein. Der Zeuge, nach dem in Spanien und Frankreich gefahndet wurde, wurde zur weiteren Vernehmung in die Bielefelder Polizeidirektion gebracht.
Dem Verdächtigen droht nun eine Anklage wegen Diebstahls. Das Opfer wurde vorläufig auf freien Fuß gesetzt, muss sich aber im Rahmen des laufenden Verfahrens bei den Behörden melden. Gegen den Beschuldigten wird weiterhin wegen des Diebstahls ermittelt. Sowohl das Opfer als auch der Zeuge müssen sich zudem wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht verantworten. Der Fall zeigt, wie mehrere Sicherheitsbehörden in die Ermittlungen eingebunden sind.






