Großrazzia in Aachener Gastronomie: 17 Ermittlungen nach Zollkontrollen gegen illegale Beschäftigung
Franco GröttnerGroßrazzia in Aachener Gastronomie: 17 Ermittlungen nach Zollkontrollen gegen illegale Beschäftigung
Zollbeamte aus Aachen führten im September Kontrollen in örtlichen Gastronomiebetrieben durch. Die Überprüfungen waren Teil einer europäischen Großaktion zur Bekämpfung von Menschenhandel und illegaler Beschäftigung. Einsatzteams besuchten Restaurants und Imbisse in Aachen, Euskirchen und Heinsberg.
Während der Aktion wurden in 13 verschiedenen Betrieben 56 Personen überprüft. Die Beamten verifizierten die Identität von 20 Personen und übergaben eine Person an die Polizei, da gegen diese ein Haftbefehl vorlag.
Die Kontrollen führten zu 17 neuen Ermittlungsverfahren. Sechs Fälle betrafen illegalen Aufenthalt, vier die Beihilfe zu illegalem Aufenthalt. Fünf Unternehmen wurden wegen Verstößen gegen den Mindestlohn beanstandet, drei wegen vorenthaltenen oder veruntreuten Lohns und zwei wegen nicht dokumentierter Arbeitszeiten.
Alleine in Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen wegen illegalen Aufenthalts und Beihilfe zu Straftaten. Die Aktion war Teil der europaweit im September durchgeführten grenzüberschreitenden Kontrolltage, die sich gegen Arbeitsausbeutung und die Zerschlagung krimineller Netzwerke richten.
Das Team Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beteiligt sich regelmäßig an diesen europäischen Aktionstagen. Die Arbeit unterstützt die übergeordneten Bemühungen, illegale Beschäftigung zu bekämpfen und gefährdete Arbeitnehmer zu schützen. Die jüngsten Kontrollen in der Region Aachen führten zu zahlreichen Ermittlungen und Anzeigen.






