Großrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung im NRW-Baugewerbe auf
Franco GröttnerGroßrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung im NRW-Baugewerbe auf
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen eine groß angelegte Kontrolle von Beschäftigten im Baugewerbe durchgeführt. Über 110 Beamte überprüften rund 280 Arbeitnehmer in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Bei der Aktion wurden zahlreiche mögliche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht aufgedeckt.
In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern kontrolliert. In Leverkusen standen 75 Arbeiter aus 11 Betrieben unter der Lupe, im Rhein-Sieg-Kreis wurden 39 Beschäftigte von 15 Arbeitgebern überprüft, und im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 42 Arbeiter aus 11 Betrieben untersucht.
Die Kontrollen brachten zutage, dass elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beschäftigt waren. Drei Unternehmen stehen im Verdacht, ihren Mitarbeitern nicht den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen. In fünf Fällen wurden Sozialabgaben nicht ordnungsgemäß abgeführt, und in weiteren fünf Fällen gab es Hinweise auf Sozialleistungsbetrug.
Wegen dieser Verstöße wurden nun strafrechtliche Ermittlungen gegen die elf Männer sowie ihre Arbeitgeber eingeleitet. Die Aktion deckte Verletzungen des Arbeits-, Aufenthalts- und Sozialversicherungsrechts auf. Die Behörden leiten rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen ein. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Probleme in der Baubranche bei der Einhaltung von Arbeitsvorschriften.






