01 May 2026, 22:33

Gift im Grundwasser: Wie Bäume auf Äckern die Nitratkrise lösen könnten

Metallischer Gießkann auf einem grünen Feld mit Pflanzen, Gras, Bäumen, Strommasten, einem Schild, Fahrzeugen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Gift im Grundwasser: Wie Bäume auf Äckern die Nitratkrise lösen könnten

Hohe Nitratwerte im Grundwasser bleiben ein drängendes Problem in ganz Deutschland – aktuelle Tests zeigen besorgniserregende Konzentrationen. In Mönchengladbach wies ein privater Brunnen einen Nitratgehalt von 162 Milligramm pro Liter auf, deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert. Experten argumentieren nun, dass die Pflanzung von Bäumen auf Ackerflächen das Problem lindern könnte, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu beeinträchtigen.

Eine aktuelle Studie belegt, dass Agroforstwirtschaft – die Kombination von Bäumen mit Ackerbau – die Nitratbelastung verringern kann, indem überschüssige Chemikalien zurück an die Oberfläche gezogen werden. Diese Methode fördert zudem die Artenvielfalt und den Klimaschutz, ohne die Ernteerträge zu schmälern. Derzeit bestehen 77 Prozent der Ackerflächen in Mönchengladbach aus baumlosen, offenen Feldern, was das Grundwasser anfällig für Verunreinigungen macht.

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Bei Tests privater Brunnen in Deutschland überschritt jede sechste Probe den von der EU-Nitratrichtlinie festgelegten Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Der höchste gemessene Wert – 162 mg/l – stammte aus einem Brunnen im Stadtteil Hehn und unterstreicht das Ausmaß des Problems.

Als Reaktion darauf hat VSR-Gewässerschutz, eine seit 1980 aktive Initiative für sauberes Wasser, die Bundesregierung aufgefordert, die Agroforstwirtschaft zu fördern. Ein Bündnis aus Landwirtschaftsberatern unterstützt diesen Appell und betont die Notwendigkeit einer zügigen Umsetzung nachhaltiger Anbaumethoden.

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Nitratwerte zu senken, ohne die Ernteerträge zu gefährden. Bei flächendeckender Einführung könnte dieser Ansatz helfen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und das Trinkwasser zu schützen. Behörden und Landwirte stehen zunehmend unter Druck, diese Veränderungen umzusetzen.

Quelle