17 March 2026, 14:29

Gericht stoppt geplante Schließung des TH-OWL-Campus in Höxter

Großes Backsteingebäude mit zahlreichen Fenstern, umgeben von einem Metallzaun, Weg, Gras, Bäumen und einem bewölkten Himmel, auf dem Campus der University of Virginia gelegen.

Gericht stoppt Verlegung von Studiengängen aus Höxter - Gericht stoppt geplante Schließung des TH-OWL-Campus in Höxter

Ein Gericht hat die Pläne der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) gestoppt, ihren Standort in Höxter zu schließen. Das Urteil erklärte die Entscheidung der Hochschule, den Lehrbetrieb dort einzustellen, für rechtswidrig. Zudem wurde die Aufsichtseingriffe des Landes aus dem vergangenen Jahr als rechtmäßig bestätigt.

Die Hochschule hatte angekündigt, alle akademischen Aktivitäten in Höxter bis zum Wintersemester 2026/2027 einzustellen – mit Verweis auf wirtschaftliche Gründe. Vorgeschlagen wurde eine Verlegung der Studiengänge nach Detmold oder Lemgo, doch ein konkretes Konzept für den Standort Höxter fehlte. Das Gericht urteilte, dass die vollständige Schließung eines Campus die Befugnisse der Hochschule übersteige.

Da Höxter im Landeshochschulgesetz verankert ist, darf der Standort nicht vollständig aufgegeben werden. Das Urteil verbietet zudem die Verlegung von Studiengängen ohne eine klare Zukunftsstrategie für den Standort. Lokale Akteure, darunter Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann, hatten bereits eine Umnutzung des Campus für ökologische Forschung und Umweltprojekte wie das Vorhaben Blaue Band Oberweser vorgeschlagen.

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Die TH OWL hatte zuvor einen Gemeinwohl-Campus Höxter als Teil ihrer langfristigen Pläne diskutiert, jedoch keine konkreten Schritte zur Umsetzung unternommen. Das Gerichtsurteil zwingt die Hochschule nun, ihre Vorgehensweise zu überdenken und gleichzeitig die regionale und überregionale Bedeutung des Standortes zu wahren.

Die Entscheidung verpflichtet die TH OWL, den Lehrbetrieb in Höxter vorerst aufrechtzuerhalten. Künftige Änderungen müssen den rechtlichen Vorgaben entsprechen und ein detailliertes Konzept für den Standort vorlegen. Das Urteil sichert damit den Bestand des Campus, lässt aber Raum für alternative Nutzungen in Forschung und Nachhaltigkeitsprojekten.

Quelle