Fünf Tonnen gerettete Lebensmittel: Dortmunds Foodsharing-Aktion gegen Verschwendung
Nancy NeuschäferFünf Tonnen gerettete Lebensmittel: Dortmunds Foodsharing-Aktion gegen Verschwendung
Dortmunder Foodsharing-Initiative macht mit Großaktion auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam
Am Samstag, dem 27. September 2025, veranstaltete die Dortmunder Foodsharing-Gruppe eine große öffentliche Aktion, um auf das Problem der Lebensmittelverschwendung hinzuweisen. Über fünf Tonnen geretteter Lebensmittel – darunter Obst, Gemüse und Backwaren – wurden auf dem Friedensplatz direkt vor dem Rathaus ausgestellt. Ziel der Veranstaltung war es, lokale Verantwortungsträger zum Handeln zu drängen und gleichzeitig die Öffentlichkeit für den Wert von Nahrungsmitteln zu sensibilisieren.
Ehrenamtliche des Vereins foodsharing Dortmund e.V. hatten die Lebensmittel bei Supermärkten, Bäckereien und Großhändlern eingesammelt. Mehr als 400 Kartons mit noch genießbaren Waren wurden so vor der Entsorgung bewahrt. Besucher konnten an einem „Smoothie-Fahrrad“ selbst Getränke aus gerettetem Obst mixen und sich an interaktiven Stationen über Lebensmittelverschwendung informieren.
Zum Abschluss der Aktion fand eine große Lebensmittelverteilung statt. Jeder Gast erhielt eine kostenlose Stofftasche – gestiftet vom Dortmunder Entsorgungsunternehmen EDG – und konnte diese mit Obst, Gemüse und Backwaren füllen. Insgesamt wurden über 1.000 Taschen verteilt.
Dennis Görlich, Vorsitzender der Initiative, zeigte sich überrascht vom Ausmaß der geretteten Lebensmittel. Gleichzeitig äußerte er Enttäuschung darüber, dass kein lokaler Politiker anwesend war, um über Lösungsansätze zu diskutieren. Trotz dieses Mangels werteten die Organisatoren die Aktion aufgrund der großen öffentlichen Resonanz und Beteiligung als Erfolg.
Die Veranstaltung rückte die Lebensmittelverschwendung mitten ins Zentrum Dortmunds. Tausende Menschen nahmen gerettete Lebensmittel mit nach Hause, während die Initiative bessere politische Maßnahmen zur Reduzierung der Verschwendung forderte. Die Abwesenheit von Entscheidungsträgern ließ jedoch zentrale Debatten ungeführt.






