Friedrich Merz: Vom Comeback-Kandidaten zum ältesten Kanzler seit Adenauer
Franco GröttnerVom Frittenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Comeback-Kandidaten zum ältesten Kanzler seit Adenauer
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Regierungschef in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Sein politischer Werdegang erstreckt sich über Jahrzehnte – von frühen Stationen im Bundestag bis zu seiner Rückkehr aus dem Privatleben im Jahr 2018.
In den 1990er-Jahren betrat Merz die Bundespolitik als Abgeordneter des Bundestags. Im Jahr 2000 übernahm er den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, den er bis 2002 innehatte. Nach seinem Rückzug stieg Angela Merkel zur neuen Fraktionschefin auf – der Beginn von Merz' erstem Abschied aus der politischen ersten Reihe.
Zwischen 2004 und 2018 arbeitete er als Anwalt und Unternehmensberater. In dieser Zeit schloss er sich zudem dem Andenpakt an, einer Gruppe, die Merkel offen kritisierte. Seine politische Rückkehr erfolgte 2018, als er für die CDU ins Europäische Parlament einzog.
Bis 2021 stieg er zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion auf. Noch im selben Jahr kandidierte er als Kanzlerkandidat der Union. Im Januar 2022 sicherte er sich nach einem digitalen Parteitag und einer Briefwahl den CDU-Parteivorsitz. Drei Jahre später übernahm er das Kanzleramt.
Geboren im Sauerland, gilt Merz als bodenständig. Abseits der Politik begeistert er sich für Mountainbiking und den Besuch örtlicher Kneipen.
Merz' Weg ins Kanzleramt führte über Jahre außerhalb gewählter Ämter, bevor er sein politisches Comeback feierte. Seine Führung prägt nun die Richtung Deutschlands nach einer langen Karriere in Recht, Wirtschaft und europäischer Politik. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie seine Politik die Zukunft des Landes gestaltet.






