Fortuna Düsseldorf steigt auf – trotz Turbulenzen und Fehlern der Vereinsführung
Franco GröttnerAllofs gibt Fehler zu: "Hier ist etwas schiefgelaufen" - Fortuna Düsseldorf steigt auf – trotz Turbulenzen und Fehlern der Vereinsführung
Fortuna Düsseldorf hat eine turbulente Saison hinter sich, in der die Vereinsführung nach einem deutlichen Leistungsabfall schwere Fehler eingestehen musste. Der Klub, einst ein Aufstiegsanwärter, liegt nun nur noch auf Platz 15 der 2. Bundesliga – Anlass für eine kritische Bestandsaufnahme durch Vorstandsmitglied Klaus Allofs und Präsident Alexander Jobst. Bei der Mitgliederversammlung versammelten sich über 700 Anhänger, von denen einige Transparente mit Aufrufen zu Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten hochhielten.
Die Probleme des Vereins begannen unter dem ehemaligen Trainer Daniel Thioune, der die Mannschaft bis April 2024 führte. Trotz einer starken Saison 2023/24 – mit einem dritten Platz und der Teilnahme an den Relegationsspielen um den Aufstieg – folgte anschließend ein deutlicher Einbruch. Sein Nachfolger, Markus Anfang, übernahm im April 2024 das Amt, konnte die Wende jedoch zunächst nicht einleiten. Unter seiner Leitung blieb Düsseldorf fünf Spiele in Folge ohne Sieg und kassierte dabei vier Niederlagen.
Vorstandsmitglied Klaus Allofs räumte offen ein, dass "etwas schiefgelaufen" sei, und gestand Versäumnisse in allen Bereichen ein. Er bestätigte, dass einige Entscheidungen der Vergangenheit nicht wiederholt würden. Präsident Alexander Jobst schloss sich dieser Einschätzung an und erkannte Fehler sowie unzureichende Reaktionen auf den Leistungsabfall der Mannschaft an.
Trotz der Rückschläge gelang es Anfang schließlich, eine spektakuläre Wende herbeizuführen. Die Mannschaft sicherte sich den Titel in der 2. Bundesliga 2024/25 und stieg damit in die Bundesliga auf – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu früheren Platzierungen im Mittelfeld, wie etwa Rang 10 in der Saison 2022/23.
Finanziell bleibt der Klub stabil. Finanzvorstand Arndt Hovemann meldete für das Geschäftsjahr 2024/25 einen erwarteten Überschuss von 2,1 Millionen Euro. Auch Allofs zeigte sich zuversichtlich, was die Erholung des Vereins angeht, und deutete an, dass im Wintertransferfenster – sofern die finanziellen Mittel es zulassen – Verstärkungen für den Kader geplant seien.
Fortuna Düsseldorf blickt nun nach einer Saison voller Höhen und Tiefen optimistisch in die Bundesliga-Zukunft. Die Vereinsführung hat die Fehler der Vergangenheit eingeräumt, verweist aber auf den jüngsten Erfolg als Beleg für den Fortschritt. Mit finanzieller Stabilität und Plänen für personelle Verbesserungen will das Team den Schwung des Aufstiegs nutzen.






