30 April 2026, 06:31

Forscher testen revolutionäre Hochspannungs-Batterien mit 20.000 Volt

Diagramm einer Batterie, die an ein Voltmeter angeschlossen ist, mit erklärendem Text.

Forscher testen revolutionäre Hochspannungs-Batterien mit 20.000 Volt

Ein neues Forschungsprojekt treibt die Grenzen der Batteriespeichertechnologie voran – durch Tests mit deutlich höheren Spannungen. Das Vorhaben KV BATT, geleitet von Expert:innen der Fachhochschule Dortmund, hat im Labor eine modulare Hochspannungseinheit entwickelt. Ihr Ziel: die Effizienz zu steigern, indem sie die Spannungswerte im Vergleich zu heutigen Systemen verzehn- oder sogar verzwanzigfachen.

Aktuell arbeiten großflächige Batteriespeicher meist mit rund 1.000 Volt. Doch wie Professor Martin Kiel erklärt, führen niedrige Spannungen zu hohen Strömen, die wiederum Widerstände erzeugen und Energie in Form von Wärme verschwenden. Sein Team argumentiert, dass eine Erhöhung der Spannung auf 10.000 bis 20.000 Volt diese Verluste deutlich reduzieren, den Kühlbedarf senken und die Gesamtleistung verbessern könnte.

Das Projekt hat bereits eine kompakte, modulare Batteriespeichereinheit unter Laborbedingungen gebaut und getestet. Anders als herkömmliche Konstruktionen kommt diese Version fast ohne Wartung aus. Nun bereiten die Forscher:innen einen Praxistest in Ense (Deutschland) vor, bei dem sie ein herkömmliches 1.000-Volt-System mit ihrem Hochspannungs-Prototypen vergleichen werden.

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Aktuell läuft ein europäisches Patentverfahren für die Technologie. Das Team ist überzeugt, dass ihr Ansatz einen neuen Standard für Batteriespeicher setzen könnte – mit langfristig effizienteren und kostengünstigeren Systemen.

Die Erkenntnisse des KV-BATT-Projekts könnten die Gestaltung großer Batteriespeicher revolutionieren. Falls erfolgreich, könnte die Hochspannungsmethode Energieverluste und Betriebskosten verringern. Der Real-Labor-Test in Ense wird den ersten praktischen Vergleich zwischen konventionellen und ultrahochgespannten Speichersystemen liefern.

Quelle