FDP nach Wahldebakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermann sucht neue Bündnisse für die Zukunft
Franco GröttnerFDP nach Wahldebakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermann sucht neue Bündnisse für die Zukunft
Die schwache Leistung der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Debatten über die künftige Führung der Partei entfacht. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat öffentlich über eine gemeinsame Kandidatur mit Wolfgang Kubicki nachgedacht – trotz dessen anfänglicher Zurückhaltung. Zudem sieht sie in Henning Höne einen starken möglichen Partner, um die Geschicke der Partei wieder zu wenden.
Bei der Wahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 erlitt die FDP eine herbe Niederlage. Die Unterstützung brach von 11,0 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4,4 Prozent ein, wodurch die Partei alle 19 Mandate verlor. Umfragen vor der Wahl hatten bereits eine Schwächephase angezeigt: Die FDP lag bei nur 5 bis 6 Prozent, während die AfD auf 18,8 Prozent stieg.
Nach der Niederlage schlug Strack-Zimmermann Kubicki eine gemeinsame Spitzenkandidatur vor. Dieser lehnte den Vorschlag zunächst ab, doch die beiden sprachen später über eine mögliche Zusammenarbeit. Sie beschrieb ihn als gradlinig, erfahren und in der Lage, unterschiedliche Wählergruppen anzusprechen. Dennoch bleibt unklar, ob er langfristig Interesse an der Rolle hat.
Strack-Zimmermann hob zudem Henning Höne als zentrale Figur für die Zukunft der Partei hervor. Sie schätzt seine politische Erfahrung und ist überzeugt, dass seine Generation die Ausrichtung der FDP prägen wird. Angesichts des Vertrauensverlusts in die Partei sieht sie die Zusammenarbeit mit Höne als logischen nächsten Schritt.
Nach dem Verlust aller Sitze in Baden-Württemberg steht die FDP nun vor einer Führungsentscheidung. Strack-Zimmermann hat mit Kubicki und Höne zwei mögliche Partner ins Spiel gebracht und betont zugleich die Notwendigkeit von Geschlossenheit. Die nächsten Schritte der Partei hängen davon ab, wie sie ihre geschwächte Position im Land angeht.






