Evonik erhöht Gewinnprognose für 2026 auf bis zu 2,2 Milliarden Euro
Nancy NeuschäferEvonik erhöht Gewinnprognose für 2026 auf bis zu 2,2 Milliarden Euro
Evonik Industries erhöht Gewinnprognose für 2026
Der Essener Chemiekonzern Evonik Industries AG hat seine Gewinnprognose für das Jahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Treiber der optimistischeren Einschätzung sind die starke Performance in zentralen Geschäftsbereichen.
Besonders die Sparte Advanced Technologies profitiert von Lieferengpässen bei asiatischen Wettbewerbern. Auch das Geschäft mit Tierernährung verzeichnet weiterhin stetiges Wachstum.
Für das erste Halbjahr 2026 rechnet Evonik mit einem bereinigten EBITDA von rund 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr 2025 hatte dieser Wert bei etwa 1,9 Milliarden Euro gelegen. Allein für das zweite Quartal 2026 wird eine Spanne von 600 bis 650 Millionen Euro prognostiziert.
Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal will Evonik am 4. August 2026 vorlegen. Zudem strebt das Unternehmen an, die Cash-Conversion-Rate für das Jahr bei etwa 40 Prozent zu halten. Der freie Cashflow im zweiten Quartal 2026 soll sich gegenüber dem Vorjahreswert von minus 211 Millionen Euro verbessern.
Aktuell wird die Evonik-Aktie als fair bewertet eingestuft. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass für ein deutliches Wachstum eine breitere konjunkturelle Erholung notwendig wäre. Die angehobene Prognose unterstreicht dennoch das Vertrauen in die operative Stärke des Konzerns.
