07 June 2026, 12:25

EU führt strengere Kontrollen ein: So soll Überweisungsbetrug gestoppt werden

Wie die IBAN-Prüfung ab Oktober funktioniert

EU führt strengere Kontrollen ein: So soll Überweisungsbetrug gestoppt werden

Neue EU-Regelung soll Betrug bei Überweisungen eindämmen

Mit einer neuen Verordnung will die EU Zahlungsbetrug bekämpfen, indem Kontodaten künftig strenger geprüft werden. Ab dem 9. Oktober müssen Banken vor der Ausführung von Überweisungen den Namen des Empfängers mit der IBAN abgleichen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die zunehmende Sorge vor Betrugsmaschen, bei denen Verbraucher dazu gebracht werden, Geld fälschlicherweise auf falsche Konten zu überweisen.

Betrüger setzen häufig auf gefälschte E-Mails, fingierte Jobangebote oder andere täuschende Methoden, um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Viele Betrugsfälle beruhen darauf, dass Zahlungen, die eigentlich für legitime Empfänger bestimmt sind, auf Konten von Kriminellen umgeleitet werden. Aktuell haben Opfer kaum eine Chance, ihr verlorenes Geld zurückzuerhalten – ein rechtliches Schlupfloch in der EU lässt sie oft schutzlos zurück.

Banken und Sparkassen erstatten Betrugsschäden bisher nur, wenn Kunden nachweisen können, dass sie alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Wer Warnhinweise ignoriert und Überweisungen trotzdem tätigt, haftet persönlich für den finanziellen Schaden. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin rät Verbrauchern daher, besonders wachsam zu sein, wenn sie sensible Kontodaten weitergeben.

Die neue Regelung mit dem Namen „Empfängerprüfung“ (engl. Verification of Payee, VoP) verlagert die Haftung auf die Banken, falls eine Überweisung aufgrund abweichender Namen und IBAN scheitert. Zudem stellt die Bafin ein Kontenvergleichs-Tool bereit, mit dem Verbraucher die Kosten und Leistungen von deutschen Girokonten vergleichen können.

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Ab Oktober gelten für alle EU-Überweisungen strengere Prüfpflichten: Banken müssen vor der Freigabe von Zahlungen die Empfängerdaten verifizieren, um das Betrugsrisiko zu verringern. Die Änderung soll Verbraucher besser schützen – vorausgesetzt, sie gehen weiterhin verantwortungsvoll mit ihren Finanzdaten um.

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