Essen reformiert seine Ehrenamtsförderung: Neue Richtlinien ab 2026
Essen passt seine Förderung für ehrenamtliches Engagement an: Ab 2026 gelten neue Richtlinien. Der Stadtrat hat Änderungen am Förderfonds Bürgerliches Engagement beschlossen, um das Programm flexibler und moderner aufzustellen. Zudem startet im kommenden Jahr das neue Mikroförderprogramm Mission Ehrenamt mit einem eigenen Budget von 20.000 Euro.
Der Förderfonds Bürgerliches Engagement unterstützt seit 2013 gemeinnützige Initiativen in Essen mit jährlich 80.000 Euro. Ab dem 1. Januar 2026 wird das Programm an aktuelle Entwicklungen im Ehrenamt angepasst. Künftig sind Förderanträge zwischen 30 und 1.000 Euro möglich, wobei es zwei Einreichungsfristen pro Jahr gibt.
Die neue Initiative Mission Ehrenamt fördert innovative Kleinprojekte. Jährlich werden bis zu sechs Ideen unterstützt: zwei mit je 5.000 Euro und vier mit je 2.500 Euro. Projekte können bis zu drei Jahre in Folge gefördert werden, sofern sie die Kriterien der überarbeiteten Förderrichtlinien erfüllen.
Die Mittel können für Materialien, Schulungen, Ausrüstung, Kampagnen oder andere projektbezogene Kosten verwendet werden. Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Ehrenamt prüft die Anträge und zieht bei Bedarf Fachabteilungen hinzu, um faire und transparente Entscheidungen zu gewährleisten.
Ziel der Neuerungen ist es, die Förderung für Essener Ehrenamtliche zugänglicher und anpassungsfähiger zu gestalten. Mit klareren Regeln und der zusätzlichen Unterstützung durch Mission Ehrenamt erhofft sich die Stadt mehr Impulse für bürgerschaftliches Engagement. Das aktualisierte System tritt zum Jahresbeginn 2026 in Kraft, vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung.






