25 March 2026, 04:28

E.ON beschleunigt Netzausbau und erhöht Dividende trotz sinkendem EBITDA

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text "Investieren in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal" zeigt.

E.ON beschleunigt Netzausbau und erhöht Dividende trotz sinkendem EBITDA

E.ON kündigt Netzausbau an und passt Finanzprognosen an

E.ON hat Pläne zum Ausbau seines Stromnetzes vorgestellt und gleichzeitig die Finanzprognosen für die kommenden Jahre angepasst. Der Energiekonzern rechnet für 2026 mit einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses, erhöht jedoch die Dividende und beschleunigt die Investitionen. Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung im April nächsten Jahres über eine höhere Ausschüttung abstimmen.

Das rasante Wachstum bei der Anbindung erneuerbarer Energien markiert einen Wendepunkt für das Unternehmen. Innerhalb von nur 2,5 Jahren verdoppelte sich die Zahl der an das Verteilnetz angeschlossenen Anlagen von einer auf zwei Millionen. Dieser Anstieg – deutlich schneller als die 15 Jahre, die für die erste Million benötigt wurden – hat die Gesamtkapazität auf 110 Gigawatt (GW) steigen lassen und übertrifft damit die Spitzenlast in Deutschland von rund 80 GW. Neue Anschlüsse erfolgen mittlerweile alle zwei Minuten.

E.ON betreibt etwa ein Drittel des deutschen Stromnetzes und ist für 70 Prozent der Onshore-Windkraft- sowie fast die Hälfte aller Solaranlagen verantwortlich. Um den Ausbau zu beschleunigen, setzt das Unternehmen auf digitale Tools wie das SNAPpro-Portal, das Genehmigungsverfahren für Projekte bis zu 100 Megawatt (MW) vereinfacht. Zudem drängt E.ON auf aktualisierte Vorschriften für Genehmigungen und regionale Entwicklung.

Finanziell hat sich E.ON ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 strebt der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 13 Milliarden Euro an, gestützt auf ein Investitionsvolumen von 48 Milliarden Euro – eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber früheren Plänen. Der Erfolg hängt jedoch von Entscheidungen der Bundesnetzagentur ab. Für 2026 erwartet die Unternehmensführung einen leichten Rückgang des bereinigten EBITDA auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro.

Die Aktionäre können mit einer Dividendenerhöhung auf 0,57 Euro pro Aktie rechnen, über die auf der Hauptversammlung am 23. April 2026 abgestimmt wird. Die Aktie erreichte Mitte März mit 20,30 Euro einen Höchststand, bevor sie sich bei etwa 18,85 Euro einpendelte. Der nächste Quartalsbericht ist für den 13. Mai 2026 geplant.

Trotz des prognostizierten Ergebnisrückgangs treibt E.ON den Netzausbau und die Energiewende weiter voran. Die Investitionen und regulatorischen Bemühungen des Unternehmens werden entscheidend sein, um die langfristigen Finanzziele zu erreichen. Aktionäre und Branchenbeobachter werden die nächsten Quartalszahlen im Mai 2026 mit Spannung erwarten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle