Drei Gleisgänger legen Bahnverkehr an Müngstener Brücke lahm – hohe Kosten für Rettungseinsatz
Nancy NeuschäferDrei Gleisgänger legen Bahnverkehr an Müngstener Brücke lahm – hohe Kosten für Rettungseinsatz
Drei Personen sorgen an der Müngstener Brücke für massive Behinderungen
Am Sonntag, dem 8. März, wurden drei Personen in der Nähe der Müngstener Brücke gesichtet, was zu erheblichen Störungen führte. Ihr unerlaubter Aufenthalt im Gleisbereich zwang die Bahn, die Strecke für über 40 Minuten komplett zu sperren. Nach Alarmmeldungen von Augenzeugen kurz nach Mittag rückten Rettungskräfte und die Polizei an.
Gegen 12:05 Uhr hatten mehrere Zeugen beobachtet, wie zwei Erwachsene und ein Kind sich in einem gesperrten Bereich nahe der Brücke aufhielten. Trotz klarer Verbotszeichen war die Gruppe den Anweisungen einer Navigations-App gefolgt und auf die Gleise gelangt. Innerhalb weniger Minuten wurde die Strecke zwischen Solingen und Remscheid stillgelegt, sodass von 12:09 Uhr bis 12:50 Uhr kein Zugverkehr möglich war.
Der Vorfall löste einen Großeinsatz aus: Feuerwehren aus Solingen und Remscheid rückten an, unterstützt von Beamten der Bundespolizei und der Wuppertaler Polizeidirektion. Die Feuerwehr Solingen bezifferte ihre Einsatzkosten später auf etwa 656 Euro.
Die Behörden haben inzwischen Konsequenzen für die Verantwortlichen gezogen. Die Bundespolizei leitete gegen die beiden Erwachsenen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und rechnete zusätzliche Einsatzkosten in Höhe von 99,60 Euro ab. Die Wuppertaler Polizeidirektion stellte zudem Forderungen von 118,50 Euro pro Schuldner aus. Die Stadt Solingen erließ einen formellen Kostenbescheid gemäß dem nordrhein-westfälischen Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz (BHKG). Die Stadt Remscheid prüft noch, ob sie ihre Auslagen erstattet verlangen wird, hat aber noch keinen Entscheidungszeitpunkt festgesetzt.
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die mit der Missachtung von Sicherheitsvorschriften im Bahnbereich einhergehen. Navigations-Apps heben bestehende Sperrungen nicht auf – und unbefugtes Betreten kann neben erheblichen Risiken auch empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen. Rettungskräfte und Verkehrsbehörden haben die Folgen der Störung inzwischen vollständig dokumentiert.






