01 April 2026, 00:54

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd schweigt – trotz wachsendem Druck

Ein Plakat, das einen Zoo in München, Deutschland, bewirbt und ein Leopard und eine Hauskatze zeigt, mit Text, der Informationen über den Zoo enthält.

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd schweigt – trotz wachsendem Druck

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd steht wegen Untätigkeit in der Kritik

Die Ethikkommission der Stadt Dortmund zur Großwildjagd gerät zunehmend unter Druck – wegen mangelnder Aktivität. Die 2023 nach jahrelangen Debatten im Stadtrat eingerichtete Gruppe sollte eigentlich die ethischen Aspekte des Verkaufs von Jagd-Safaris sowie deren Auswirkungen auf den Artenschutz bewerten. Doch seit über eineinhalb Jahren hat die Kommission keine Sitzungen abgehalten – oder zumindest keine protokolliert.

Die Untätigkeit des Gremiums wird nun besonders brisant, da die Messe Jagd und Hund bevorsteht. Politische Parteien, darunter die Grünen, fordern eine Sitzung noch vor der Sommerpause. Die CDU zeigte sich flexibel beim Termin, während die AfD die Kommission grundsätzlich ablehnt.

Dortmunds neuer Oberbürgermeister bestätigte kürzlich, dass es keine Aufzeichnungen über die Arbeit der Kommission gibt. Lückenhafte Aktenführung hat Dokumentationslücken hinterlassen und wirft Fragen zur Transparenz auf. Ursprünglich war das Gremium gegründet worden, um zu prüfen, ob die Bewerbung afrikanischer Jagdreisen mit ethischen Standards und Naturschutzzielen vereinbar ist.

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Seit dem gescheiterten Angebot Botswanas aus dem Jahr 2022, Elefanten an deutsche Zoos zu verschenken, gab es weder auf Bundesebene noch in anderen Städten Änderungen in der Haltung zu kommerzieller Großwildjagd. Das Schweigen der Kommission lässt die Debatte weiter ungelöst – während das öffentliche Interesse wächst.

Mit der nahenden Jagd und Hund-Messe steigt der Druck auf die Dortmunder Ethikkommission, endlich aktiv zu werden. Fehlende Protokolle und monatelange Untätigkeit deuten auf Verzögerungen bei der Klärung zentraler Fragen hin. Ohne Fortschritte bleibt die Position der Stadt zur Großwildjagd – und ihren ethischen Konsequenzen – unklar.

AKTUALISIERUNG

Jagd & Hund 2026 Concludes Amid Ethical Debate

The Jagd und Hund 2026 fair ended in Dortmund's Westfalenhallen on 1 February 2026, as planned. Post-event reports highlight new hunting tools and EDC knives showcased at the event. A post-fair analysis by Tobias Schmitz noted the fair's focus on outdoor innovations, despite ongoing criticism over the city's ethical review process. The event proceeded without last-minute changes, leaving the ethics commission's inactivity unresolved.