12 June 2026, 22:29

Diakonie Bethanien warnt vor Finanzierungslücken durch geplante Pflege- und Krankenhausgesetze

Diakonie Bethanien warnt vor Einschnitten bei Tariffinanzierung und sieht Pflegebereitstellung gefährdet

Diakonie Bethanien warnt vor Finanzierungslücken durch geplante Pflege- und Krankenhausgesetze

Die Diakonie Bethanien hat Bedenken gegen geplante Gesetzesänderungen geäußert, die die Erstattung von Löhnen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern betreffen. Die Organisation warnt, dass die vorgesehenen Regelungen die Finanzierung von Tariferhöhungen einschränken und so die Einrichtungen in finanzielle Bedrängnis bringen könnten. Dies geschieht zu einer Zeit, in der Deutschland über die Zukunft der Finanzierung von Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege diskutiert.

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht vor, die Erstattung von Lohnerhöhungen in Krankenhäusern, die über einem Referenzwert liegen, auf 50 Prozent zu begrenzen. Bei Pflegeeinrichtungen soll die Vergütung stärker an festgelegte Obergrenzen geknüpft werden, sodass sie die Differenz zwischen den tatsächlichen Tariflöhnen und den erstatteten Beträgen selbst tragen müssten. Besonders betroffen von diesen Plänen ist die Diakonie Bethanien, die ihre Mitarbeiter nach dem Kirchlichen Tarifvertrag der Evangelischen Kirche (AVR) entlohnt.

Dr. Stephan Ricken, Geschäftsführer der Diakonie Bethanien, betonte, dass faire Löhne eine gesetzliche Verpflichtung seien und nicht durch Kürzungen bei der Finanzierung gefährdet werden dürften. Matthias Ruf, Vorsitzender des Vorstands, fügte hinzu, dass angemessene Bezahlung entscheidend sei, um Fachkräfte zu halten und die zukünftige Versorgung zu sichern. Die Organisation wies zudem auf einen Vorschlag im Pflegestrukturgesetz hin, der vorsieht, die Verpflichtung zur Zahlung von Tariflöhnen zwischen 2027 und 2030 auszusetzen.

Die Diakonie Bethanien warnt, dass diese Änderungen zu Finanzierungslücken führen könnten, die die Stabilität von Pflege und medizinischer Versorgung bedrohen. Die Organisation unterstreicht, dass eine nachhaltige Pflege auf ausreichend Personal angewiesen ist – und dieses wiederum auf faire, zuverlässig finanzierte Löhne.

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Die geplante Gesetzgebung birgt das Risiko, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser unter finanziellen Druck zu setzen. Die Diakonie Bethanien hat klar gemacht, dass faire Löhne unverhandelbar und essenziell sind, um den Personalbestand zu halten. Die Debatte über die Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland wird in den kommenden Monaten weiter an Schärfe gewinnen.

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