Bio-LNG revolutioniert den Schwerlastverkehr – doch es gibt noch Hürden
Franco GröttnerBio-LNG revolutioniert den Schwerlastverkehr – doch es gibt noch Hürden
Projekt für nachhaltigen Güterverkehr macht Fortschritte
Seit seinem Start im Jahr 2022 verzeichnet ein Projekt zur Förderung des nachhaltigen Güterverkehrs beachtliche Erfolge. Die Plattform für nachhaltigen Schwerlastverkehr konzentriert sich darauf, den Einsatz klimafreundlicherer Kraftstoffe und Antriebe zu beschleunigen. Gleichzeitig soll die notwendige Infrastruktur für diese Alternativen zum Diesel aufgebaut werden.
Schon heute kommt Bio-Flüssigerdgas (Bio-LNG) in Lkw zum Einsatz und bietet eine Möglichkeit, die CO₂-Emissionen im Güterverkehr zu senken. Der Kraftstoff wird aus zertifizierten europäischen Quellen gewonnen, was kurze Lieferketten gewährleistet. Unternehmen, die auf Bio-LNG umsteigen, profitieren von rund 10 Prozent geringeren Kraftstoffkosten im Vergleich zu Diesel – allerdings sind die Fahrzeuge selbst mit 10 bis 20 Prozent höheren Anschaffungskosten verbunden.
Ein entscheidender Vorteil von LNG-Lkw liegt in ihrer Leistung: Sie erreichen eine ähnliche Reichweite wie Diesel-Fahrzeuge und lassen sich in vergleichbarer Zeit betanken, was sie besonders für den Fernverkehr attraktiv macht. Die Infrastruktur für Bio-LNG konnte zudem zügig und ohne größere Komplikationen aufgebaut werden, da sie nicht auf bestehende Gas- oder Stromnetze angewiesen ist.
Trotz dieser Vorteile gibt es noch Hürden. So werden Bio-LNG und fossile Brennstoffe nach den aktuellen Mautregelungen gleich besteuert, was die Kostenvorteile für Speditionen schmälert. Die Plattform arbeitet daher an technologieneutralen Lösungen, die Bereiche wie Wasserstoff, Mobilität und wirtschaftliche Transformation abdecken, um den Ausstieg aus dem Diesel voranzutreiben.
Das Projekt setzt sich weiterhin für eine breitere Nutzung klimafreundlicher Kraftstoffe im Güterverkehr ein. Da Bio-LNG bereits im Einsatz ist und die Infrastruktur wächst, liegt der Fokus nun auf der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und der politischen Unterstützung. Das Ziel bleibt, den Schwerlastverkehr nachhaltiger zu gestalten – ohne dabei Kompromisse bei der Leistung einzugehen.






