Belgischer Holztransporter bei Hellenthal gestoppt: Überladung und Abgas-Manipulation entdeckt
Franco GröttnerBelgischer Holztransporter bei Hellenthal gestoppt: Überladung und Abgas-Manipulation entdeckt
Lastwagen aus Belgien bei Kontrollen auf der B 258 bei Hellenthal gestoppt – schwere Verstöße festgestellt
Ein belgischer Holztransporter wurde während einer frühmorgendlichen Kontrolle auf der Bundesstraße 258 in der Nähe von Hellenthal angehalten. Die Polizei entdeckte dabei mehrere Verstöße, darunter extreme Überladung und illegale Veränderungen an der Abgasanlage. Die Aktion war Teil abgestimmter Kontrollen an der deutsch-belgischen Grenze.
Gegen 5:20 Uhr morgens am Mittwoch (29. Oktober) hielten Beamte der Polizei Euskirchen den 36-jährigen belgischen Fahrer im Rahmen einer Lkw-Kontrolle an. Der mit Holz beladene Lastwagen wog 63,7 Tonnen – und überschritt damit deutlich die zulässige Höchstgrenze von 40 Tonnen, die in einer abgelaufenen Sondergenehmigung festgelegt war.
Bei weiteren Überprüfungen stellte sich heraus, dass die Abgasanlage manipuliert worden war. Das Fahrzeug erzeugte Lärm, der doppelt so hoch war wie der gesetzlich erlaubte Grenzwert, und stieß ungefilterte Abgase aus. Die Behörden beschlagnahmten den Lkw umgehend für eine umfassende technische Untersuchung und ordneten an, die Holzladung zu entladen.
Die Maßnahme war Teil einer größeren Aktion der Zentralen Verkehrsdirektion Wittlich, die den Schwerlastverkehr in Rheinland-Pfalz überwacht. Gleichzeitig führte die Polizeizone Eifel auf belgischem Gebiet parallele Kontrollen durch. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit sollte Verkehrsregeln durchsetzen und Risiken für die Verkehrssicherheit sowie die Umwelt verringern.
Dem Fahrer drohen nun Verwaltungsstrafen in Höhe von insgesamt 2.200 Euro, die sowohl die Verstöße als auch die Verfahrenskosten abdecken.
Der Lastwagen bleibt vorerst beschlagnahmt, während die technischen Prüfungen andauern. Die Aktion zeigt, wie gemeinsame Einsätze der deutschen und belgischen Polizei illegale Transportpraktiken bekämpfen können. Die Höhe der Strafen und weiteren Maßnahmen richtet sich nach dem Schweregrad der festgestellten Verstöße.






