Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Irmhild PutzAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark, nachdem der Kreis Borken grünes Licht für das Projekt gegeben hat. Das Vorhaben, das von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) betreut wird, soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch nicht nur eine Kostensenkung für die Anwohner, sondern auch einen Beitrag zu den Klimazielen der Region.
Das Gelände, das dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam gehört, eignet sich besonders für das Projekt: Da der Untergrund noch absackt, wäre eine herkömmliche Bebauung schwierig – für Solarmodule ist das Areal jedoch ideal. Die Baukosten von 1,6 Millionen Euro müssen bis Mitte 2025 umgesetzt werden, um staatliche Fördergelder zu erhalten.
Neben der Solarstromerzeugung könnte die Deponie künftig auch als Speicherort für überschüssige Windenergie dienen. Dieser doppelte Nutzen würde helfen, das Angebot an erneuerbaren Energien in der Region besser zu steuern.
In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits ähnliche Projekte: Ein 20-Megawatt-Solarpark in Hilden wurde 2024 genehmigt und ging 2025 in Betrieb. Eine weitere 15-Megawatt-Anlage in Marl erhielt 2023 die Freigabe und startete im Folgejahr. Beide zeigen, wie sich alte Deponien für saubere Energie nutzen lassen.
Die Einnahmen aus dem Solarpark könnten dazu beitragen, die Unterhaltskosten der Deponie zu decken – und möglicherweise die Müllgebühren für die Bürger zu senken. Bei Erfolg könnte das Projekt als Vorbild für andere stillgelegte Standorte in der Region dienen. Um die Frist 2025 einzuhalten, sollen die Bauarbeiten bald beginnen.