24 May 2026, 16:41

AfD gewinnt bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern – SPD bleibt bei Türken und Russen stark

AfD findet auch bei Migranten immer mehr Unterstützung

AfD gewinnt bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern – SPD bleibt bei Türken und Russen stark

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt verschobene politische Präferenzen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die AfD hat in einigen Gruppen deutlich an Zustimmung gewonnen – insbesondere bei Deutsch-Polen und Spätaussiedlern. Gleichzeitig verlieren traditionelle Parteien wie die Union in wichtigen Gemeinschaften an Boden.

Die AfD liegt nun mit 33 Prozent an der Spitze bei den Deutsch-Polen. Union und SPD folgen dahinter – ein deutlicher Rückgang für die Union, die diese Gruppe einst dominierte. Auch unter Spätaussiedlern führt die AfD mit 31 Prozent, während die Union bei 25 Prozent liegt.

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Anders sieht es bei Deutsch-Türken aus: Hier landet die AfD mit nur 8 Prozent auf Platz fünf – gleichauf mit den Grünen. Die SPD bleibt in dieser Gruppe stark und hält 35 Prozent. Bei Russen zeigt sich die höchste Unterstützung für die SPD mit 43 Prozent, während AfD und Union bei je 14 Prozent liegen.

Die Studie führt diese Unterschiede auf divergierende Einstellungen zur Migration in den verschiedenen Herkunftsgruppen zurück. Aktuelle Integrationsratswahlen in Nordrhein-Westfalen unterstreichen den Aufstieg der AfD: In mehreren Ruhrgebietsstädten erreichte sie den zweiten Platz, in Hagen sogar den ersten.

Die Ergebnisse bestätigen die wachsende Anziehungskraft der AfD in bestimmten Migrantengruppen, vor allem bei Menschen mit polnischen Wurzeln und Spätaussiedlern. Gleichzeitig bleibt die SPD bei Russen und Deutsch-Türken dominant. Der Rückgang der Union in diesen Gruppen deutet auf eine breitere Neuausrichtung der politischen Landschaft in Deutschland hin.

Quelle